D-Jugend | Gutes Spiel aber trotzdem verloren
Die Bescheinigung „Gutes Spiel aber trotzdem verloren“ taucht an diesem Wochenende n das zweite Mal in den Spielberichten auf. Die vierte Frauenmannschaft hat sich das Prädikat erworben – und nun auch die D-Jugend.
Am Samstag trafen die D-Juniorinnen auf den SV BVB 49. Die körperliche Überlegenheit des reinen 99er Jahrgangs von BVB war vor dem Spiel nicht nur auf dem Papier, sondern auch auf der Platte festzustellen. Um sehr erfreulicher war es zu beobachten, dass sich das Team aus Mitte davon nicht allzu sehr beeindrucken ließ. Unsere Spielerin Julia Kamininski wechselte zu dieser Saison von BVB zu Pro Sport. Für sie und somit für die gesamte Mannschaft galt, sich nicht unter Wert zu „verkaufen“. Die Mädels setzten dieses Vorhaben beeindruckend um. Am Ende verlor das Team zwar mit 18:12, dennoch konnten die Spielerinnen und der Trainer die Platte mit erhobenen Hauptes verlassen.
Nicht immer ist es entscheidend, ein Spiel zu gewinnen. Die D-Jugend hat an diesem Wochenende bewiesen, wie man als Mannschaft geschlossen gegen einen körperlich stärkeren Gegner mit breiter Brust auftreten kann. Die Zweikämpfe wurde von Beginn angenommen, im Angriff war eine bis dahin nicht festzustellende Beweglichkeit und zum Teil große Kreativität festzustellen. Schwachpunkt bleibt weiterhin die Chancenverwertung, wenn auch nicht mehr in dem Maße wie ein oder zwei Spiele zuvor. Beide Torhüterinnen, Celine Bozdag und Antonia Jäger, lieferten eine hervorragende Leistung ab. Celine konnte in ersten Halbzeit Reaktionsschnelligkeit beweisen und fischte bereits verloren geglaubte Bälle wieder aus dem Netz heraus. Toni hat in der zweiten Halb gezeigt, wie wichtig das Stellungsspiel eines Torhüters sein kann. Konsequent konnte sie alle Bälle aus seitlichen Wurflagen entschärfen.
Der Angriff wurde passsicherer vorgetragen, wenn gleich die Außenpositionen noch zu wenig in das Spiel integriert wurden. Alle Rückraumspieler, Julia Kaminski, Gini Hagedorn und unsere E-Jugendspielerin Eline Halama, strahlten entscheidende Torgefahr aus, um die Sperren des Kreisspielers zu nutzen oder diesen gekonnt ins Spiel zu bringen. So kann festgestellt werden, dass dieses Spiel nicht nur über eine Spielerin geführt wurde, was im Spiel gegen Narva noch zu kritisieren war, sondern dass alle Spielerinnen sich am Ende ihrer jeweiligen Leistungsfähigkeit für das Team einsetzten.
Besonders Julia Kaminski und Trainer Gerald Hartwig gingen mit einem Lächeln vom Feld, hatte doch das gesamte Team kraftvoll gespielt und gekämpft. Dass es am Ende nicht gereicht hat, um die zwei Punkte mit nach Hause zunehmen, kann verkraftet werden. Alle Spielerinnen der D-Jugend bis auf Zoe Bitte und Julia Kaminiski befinden sich in ihrem ersten D-Jugend-Jahr – dem Ausbildungsjahr. Mit dem gezeigten Spielniveau und der spielerisch-technischen Entwicklung können alle zufrieden sein.
Leider war kein Schiedsrichter anwesend. Beide Mannschaften einigten sich auf die Frauenspielerin Ute Krull (SV BVB 49), die ihre Sache fair und gut absolvierte. Nicht immer sind solche Interims-Lösung glückvoll, Frau Krull hat bewiesen, dass sie aber glückvoll sein können.
Die Tore für Pro Sport erzielten laut Spielprotokoll Gini Hagedorn (3), Cennet Toker (1), Alissa Heidelmeyer (3), Julia Kaminski (3) und Eline Halama (2).
