1. Frauen | Spiel gegen Neukölln
Am Sonntag starteten die PSB-Damen beim Auswärtsspiel in Neukölln in die 2. Ostsee-Spree-Liga-Saison. Der Aufsteiger in diese Liga machte den Damen schon im Turnier in Altlandsberg Probleme. Der erfahrene Gegner verlangte volle Konzentration und Einsatz des Teams.
Zunächst sehr holprig begann die Partie. Wie von Trainer und Mannschaft befürchtet, spielten die Neuköllner mit einem fragwürdigen Spielgerät, dass sie selbst kaum beherrschten. Die Fehlerquote war auf beiden Seiten enorm hoch und das Spiel bot keinerlei Anreiz für den Zuschauer. Der Ball machte allen Beteiligten das Leben schwer und trieb die Rückraumschützen zur Verzweiflung.
Da half es nur mit Tempo in den Gegenstoß zu gehen und die Bälle von 6m aufs Tor zu werfen und das taten dann allen voran Christin Frommholz und Antonia Wecke eindrucksvoll. Beide waren mit je 5 Treffern erfolgreichsten Schützen des Tages.
Ein besonders sehenswertes Comeback feierte Christin Frommholz, die nach ihrem Kreuzbandriss im Winter letzten Jahres kein Stück an Schnelligkeit und Durchsetzungskraft verloren hat. Sie spielte, als wäre nie etwas gewesen. Obwohl sie ihren Trainer mehrmals nach harten Attacken in Schockzustände versetzte, stand sie doch immer wieder lächelnd auf.
Auch Katrin Klemm, die Ende der Woche erfuhr, dass sie doch in Berlin einen Referendariatsplatz bekommt, sprang sofort für die erkrankte Anni Hoffmann am Kreis ein und stärkte die Mannschaft in der Abwehr bestens.
Dank einer sehr guten Abwehr und einem miserablen Positionsangriff rettete man ein 10:8 in die Halbzeitpause. Auch danach bekam man das Spiel nicht in den Griff. Der Rückraum war machtlos, so ging man in einen 4:2-Angriff, doch als dann auch noch Maxi Schmohl in Manndeckung genommen wurde lief aus dem normalen Spiel nichts mehr. Zum Glück war an diesem Tag die Abwehr um Laura Conrad und Katrin Klemm gut genug um die entscheidenden Gegenstöße einzuleiten. Ohne diese, hätte man das Spiel wahrscheinlich verloren. Viele harte Abwehraktionen wurden richtigerweise mit einem 7m geahndet, doch auch diese Chancen konnten nicht genutzt werden.
So blieb es bis zu den letzten Minuten spannend und die torarme Begegnung endete mit einem glücklichen 19:17 für die PSB-Damen.
Die Hoffnung ist nun groß, dass sich die Damen wirklich nur vom Spielgerät verunsichern ließen und in der kommenden Woche in eigener Haller wieder etwas mehr aus dem Positionsangriff und den Spielzügen gelingt, denn Altlandsberg wird die technischen Fehler sicherlich rigoroser bestrafen als die Neuköllner.
